Reaktoren

Sechs getrennte Gravitationsreaktoren mit einer Gesamtleistung von 7,06422E+13 Gigawatt ersetzen nach der Überholung die Materie/Antimaterie-Reaktoren der Alten Wallaceklasse.
Das Entwicklerteam entschied sich zu diesen Schritt um den erhöhten Energiehaushalt der FTL- und Brannen-Triebwerke zu kompensieren, und trotzdem keine Abstriche in der Offensiv- und Defensivleistung machen zu müssen.
Zusätzlich wurden über die ganze Primär- und Sekundärhülle verteilt innovative Flüssigakkumulatortanks verteilt, welche genug Energie speichern um die Lebenserhaltungssysteme über einen Zeitraum von 27 Tagen aufrechterhalten zu können, sowie die Startenergie für die Ringkenbeschleuniger bei abgeschalteten Gravitationsreaktoren liefern.
Zur Speisung der acht Antimaterie-Strahltriebwerke wird Wasserstoff über mehrere Bussardcollector-Felder in entsprechenden Tanks gelagert, und durch die beiden Ringkernbeschleuniger in der Antriebsringsektion wird durch Teilchenkollision Antiwasserstoff erzeugt. Da der Antiwasserstoff zu instabil ist, kann er nur in geringer Menge gelagert werden, und muss für den Unterlichtflug ad hoc produziert werden.Während der Antimaterieproduktion liefern die Ringkernbeschleuniger, so zusagen als Nebenprodukt, eine Energieleistung von 10,736E+8 Gigawatt.

Antrieb

"Und hier wieder eine meiner berühmten Fehlentscheidungen: Fliegen wir einfach in DIE Richtung (zeigt)."
Zitat Fleetcaptain (zwischenztl. Admiral) Robert T. Norad

Für den Unterlichtflug sind acht Antimaterie-Strahltriebwerke zuständig, diese werden über den Wasserstofftank und über die Ringkernbeschleuniger mit Wasserstoff bzw. mit Antiwasserstoff versorgt. Bei einer Anihilationsreaktion werden die Materie- und Antimaterieteilchen kollidiert, und so die komplette Elektronenenergie der Atome freigesetzt. Die entstehende Energie wird über regulierte Magnetfelder rückwärtig abgestrahlt, zusätzlich wird zur Erhöhung des spezifischen Impulses Wasserstoff als Stützmasse in den Antimaterieabgasstrahl eingemischt. So erreicht jedes Triebwerk eine Leistung von 4 Mega Newton bei einem spezifischen Impuls von über 450.000 s. Raumschiffen der Wallace Klasse ist es somit möglich mit 10 G zu beschleunigen. Durch die gelagerte Antimaterie ist es diesen Schiffen möglich den Antimaterieantrieb für eine G-Stunde lang zu betreiben. Der Antimaterietank fasst genügend Antiwasserstoff für eine weitere G-Stunde, ist jedoch für die Waffensysteme reserviert. Die einzelnen Antimaterie-Strahltriebwerksmodule sind feldtauschbar.
Um die effektive Leistung der konventionellen Triebwerke zu erhöhen, und somit Geschwindigkeiten von nahezu einfacher Lichtgeschwindigkeit zu ermöglichen wurde die Wallace Klasse erstmals mit Gravitonemittern ausgestattet. Diese über die gesamte Hülle verteilten Teilchenemitter sind ein Nebenprodukt der seit Jahrzehnten erprobten Gravitationsplattierung, welche für ein Klima von 0,2 bis 3 G in Raumschiffen sorgt. Diese Gravitonemitter reduzieren durch Gravitonausstoß die effektive Masse des Schiffs, und so wird, ohne die physikalische Konstante e=mc² zu verletzen (was schlicht unmöglich ist), oder diese Konstante auf komplizierten hyperdimensionalen Wege zu umgehen, die Leistungseffektivität der konventionellen Triebwerke erhöht. Ab einer Beschleunigung von > 0,7c sinkt die Effektivität der Strahltriebwerke auf 93,3%. Mit den Antimaterie-Strahltriebwerken ist eine Geschwindigkeit von 0,99385 c möglich.
Zur Bahn- und Lageregelung des Schiffs werden konventionelle Ionentriebwerke des Typs VASIMIR eingesetzt, die ein schnelles und effektives Manövrieren ermöglichen.
Für eine Reisegeschwindigkeit von 1c bis 100c wurde die Wallace Klasse mit acht Feldemissionstriebwerken, des gleiche Typs aufgerüstet, der bei der Leonidas Klasse Verwendung findet. Die hochentwickelten Feldemissionstriebwerke sind verwandt mit Ionentriebwerken, und erzeugen Vorschub mittels hochkonzentrierter energiereicher EM Felder. Während bei Ionentriebwerken noch Teilchen benötigt werden um eine Kraft zu erzeugen schafft das Feldemissionstriebwerk diese Kraft nur durch die Modulation und Konzentration der Magnetfelder.
Die Basis der Feldemissionstriebwerke ist dabei ein mehrdimensionaler Eigenfrequenzeffekt (wird ein Material mit seiner eigenen Frequenz in Schwingung versetzt, so schaukeln sich die Amplituden auf bis es zur Zerstörung des Materials kommt. Vgl. Gleichschrittmarsch auf Holzbrücken.) Dieser Feldresonanzeffekt ist dabei abhängig von der Feldgeometire und Modulation des EM Feldes. Durch die Überlagerung mehrerer sich bewegender Felder, sowie sich verändernden Frequenzen kann hiermit durch genaue Justierung eine abstossende Kraft erzeugt werden welche konventionelle Triebwerke nie erreichen könnten.
Zusätzlich zu der Abstossungsreaktion wird durch das EM Feld bei entsprechender Modulation ein Hyperfeld erzeugt, welches ermöglicht, gewisse Eigenschaften des Raumes zu modifizieren. Das Hyperfeld kann durch Manipulation des so genannten „Quantenpulses“ die lokale Konstante der Lichtgeschwindigkeit verändern. Dadurch ist es möglich ein für Außenstehende vielfaches der Lichtgeschwindigkeit zu erreichen.
Zusätzlich wurde die Wallace Klasse mit vier - seit der Leonidasklasse erprobten - FTL Sprungtriebweksemitter nachgerüstet. Der Sprungantrieb arbeitet mit einer spontanen Überlastungsreaktion der Feldemissionstriebwerke und sorgt für eine explosive Abstoßungsreaktion der im Hyperfeld eingeschlossenen Materie.
Der Antrieb bedient sich hier Teilen der Einstein-Rosen-Brücken Theorien. Auf hyperdimensionaler Ebene wird der Startpunkt und der Zielpunkt im Realraum kongruent gebracht und das Schiff durchbricht dann „nur“ noch die extradimensionale Barriere, die die beiden Orte von einander trennt.
Dies geschieht indem die gesamte für einen normalen Feldflug benötigte, und dort kontinuierlich abgegebene, Energie in eine einzelne, aber dafür extreme Amplitude geleitet wird.
Dadurch wird das Hyperfeld explosionsartig vom Startpunkt abgestoßen, durch die Barriere gepresst und am Zielpunkt angekommen bricht das Feld dann schließlich zusammen.
Ein FTL Sprung mit instabilem Hyperfeld birgt extreme Risiken, da das Hyperfeld zum einen dafür sorgt, das ein Schiff nicht an der extradimensionalen Barriere zerschellt, und zum anderen vor den exotischen Kräften im Hyperbereich um die Barriere herum schützt. Ein Schiff verweilt in diesem Hyperberreich zwar nur wenige Nanosekunden, aber frühe Experimente haben gezeigt, das ein ungeschütztes Objekt durch den Einfluss der exotischen Kräfte zu entarteter Masse „mutiert“.