Das Highlanderuniversum
Was bisher geschah.....

Zu Beginn des Jahres 2375 begann eine vorsichtige Entwicklung in Sachen wirtschaftlicher Zusammenarbeit zwischen den Klingonen und den Menschen. Dieser Bund sollte neben der Sicherung von Versorgung mit den verschiedenen Wirtschaftsgütern auch die kulturelle Annäherung der Völker voran bringen.
Am 09. Februar 2375 trafen die Schiffe U.S.S. Patrick Henry und die U.S.S. Amadeus in der klingonischen Heimatwelt ein und eröffneten damit offiziell die wirtschaftlichen Beziehungen bzw. den Beginn der Konferenzen über den Umfang der Handelsabkommen.

Am 22. April 2375 liefen drei klingonische Schiffe die Erde an um dort ihrerseits die möglichen klingonischen Export bzw. Importwaren und Produkte vorzustellen. Diese gegenseitigen Präsentationen verliefen wider Erwarten so gut ab, dass die ersten Verträge die das Handelsvolumen regeln sollten, bereits drei Wochen früher als geplant abgeschlossen werden konnten. Der 12. August 2375 markierte einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen den Menschen und den Klingonen. Gab es bislang nur eine militärische Allianz, so entwickelte sich nun ein Klima der gegenseitigen Achtung und des Wohlwollens auf beiden Seiten. Mitte des Jahres 2376 gab es sogar erste vorsichtige Versuche von Schüleraustauschprogrammen, die den Jugendlichen beider Kulturen die Lebensart der anderen Rasse näherbringen sollten. Es gab zu Beginn des Jahres 2376 zwar - auf beiden Seiten - heftige Debatten zum Thema der Einfuhrzölle, die aber im Interesse einer guten Zusammenarbeit für die ersten 10 Jahre des Handelsabkommens komplett ausgesetzt wurden.
Es entwickelte sich sogar ein - zunächst vorsichtiger - Tourismus, der aber ebenfalls beiden Rassen die landschaftlichen und kulturellen Schönheiten beider Welten näherbrachte. So gehört das Bild des „prügelnden und stets nur an Rache und Kampf“ denkenden Klingonen genau so der Vergangenheit an wie das Bild des „verweichlichten und traditionslosen“ Menschen.

Diese wirtschaftliche Allianz wurde speziell von den Ferengi für gut geheißen, da sich dem Volk der „Galaktischen Händler“ auf diese Art völlig neue Freihandelszonen erschlossen. Weniger amüsiert waren jedoch die Romulaner, die sich durch die stärkere Bindung der Klingonen und der Menschen nicht nur militärisch, sondern durchaus auch wirtschaftlich ausgegrenzt fühlten.




In diese Zeit des Umbruchs fielen ebenfalls Ereignisse von großer Tragweite. Die Borg - bis dato eine ständige Bedrohung für alle Völker der Galaxis - signalisierten eine gewisse Gesprächsbereitschaft, da die immer enger werdenden militärischen Allianzen der verschiedenen Völker und Systeme einen nicht zu unterschätzenden Machtfaktor darstellten. Auch gegenüber den Borg. Es dauerte eine gewisse Zeit, aber schließlich fand eine erste Kontaktaufnahme zwischen einem Vertreter der Jedi und einer Abordnung der Borg statt. Erste, vorsichtige Gespräche wurden geführt, zu deren Beginn die Borg ihren Status jeweils mit der Einleitung: „Widerstand ist zwecklos“ untermauerten. Von Seiten der Borg aus war die Situation nicht so, dass eine Assimilierung des jeweiligen Verhandlungspartners ausgeschlossen sei - aus Sicht der Borg verzichtete man großzügig auf die Assimilierung. Sozusagen als Geste des guten Willens.
Im letzten Drittel des Jahres 2376 traten also die Jedi als Vermittler zwischen den Borg und den Menschen auf. Diese Verhandlungen erfolgten nur „mit spitzen Fingern“ und unter größter Zurückhaltung, aber in der Zwischenzeit wurde eine Art Friedensabkommen getroffen. Kein echter Vertrag, nur eine beidseitige Zustimmung, weitere Verhandlungen zu führen und auf Angriffe von beiden Seiten aus zu verzichten. Ein dünnes Abkommen, aber besser als gar nichts... Von klingonischer Seite wurde diese Entwicklung mit großer Skepsis verfolgt. Klingonische Diplomaten und Politiker schlossen sich ebenfalls mit den Vertretern des Jedikonzils zusammen um eine ähnliche Vereinbarung zu erwirken. Der Versuch, die romulanischen Behörden in diesen Friedensprozess mit einzubeziehen scheiterte beim ersten Anlauf, sollte jedoch zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Ende 2376 schloßen die Klingonen mit den Vulkaniern eine ähnlich gelagerte Vereinbarung wie mit den Menschen.


Die romulanischen Behörden protestierten gegen diesen zweiten Zusammenschluss, da er eine in ihren Augen äußerst bedrohliche Mächtigkeitsballung in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht darstelle. Dies wurde jedoch von den Vertretern der Klingonen, der Vulkanier und der Menschen als positives Zeichen und als Anstoß gesehen, die abgebrochenen Verhandlungen mit den Romulanern in Bezug auf ein Friedensabkommen wieder aufzunehmen.
Dieser Entwicklung schoben die Ereignisse nahe der tellurischen Heimatwelt einen Riegel vor.

Ein klingonischer Frachtkonvoi, der die neutrale Zone „streifte“ wurde kurzerhand von den Romulanern beschlagnahmt und die Besatzung festgenommen. Ein Eskalieren der Situation konnte nur durch Aufbietung aller diplomatischen Mittel verhindert werden; war dies doch genau das, was die Romulaner beabsichtigt hatten um die neuen Allianzen in einen Konflikt zu führen.



Die Vulkanischen Deligierten stellten von Anfang an klar das die Vulkanier in keine militärischen Aktionen verwickelt werden wollten, bevor der gesamte Status der Verbindung geklärt und durch Verträge ratifiziert sei. Die Klingonen empfanden dies als Vertragsbruch und Feigheit. Gleichzeitig nahmen die romulanischen Behörden mit der Regierung der Ferengi Kontakt auf um einen weiteren Keil in die im Entstehen befindliche Allianz zu treiben. Denn die Allianz war zwar auf dem Papier gültig, aber noch waren sich die Kulturen noch nicht so nahe gekommen als das eine solche Situation keine Spannungen erzeugt hätte.

Im gleichen Moment kamen die Verhandlungen mit den Borg fast zum Erliegen, denn mit Ausbruch der internen Querelen wurde auch die gesamte Verteidigungsfähigkeit der Bündnispartner geschwächt, und so war es für die Borg nur naheliegend, eine groß angelegte Assimilation aller beteiligten Parteien ins Auge zu fassen.

Nur diesem Umstand war es zu verdanken, dass in diesen Stunden kein Krieg ausbrach, der zweifelsohne nur Verlierer hervorgebracht hätte. Bei dieser Auseinandersetzung hätten sich Klingonen und Romulaner schwere Verluste zugefügt, die Vulkanier wären aus dem Bündnis ausgeschert, die Menschen wären wieder alleine und die Borg hätten es nur noch mit mehreren einzelnen Parteien zu tun, die einer Assimilation nichts oder nicht viel entgegenzusetzen hätten.

Am 04. Januar 2377 waren drei Kampfverbände der Klingonen mit je neun Schlachtschiffen, 14 Zerstörern, 12 Trägerschiffen und fünf schweren Kreuzern an der romulanischen Grenze auf Position. Als Reaktion wurden von der Raumflotte drei Schiffe der Wallace Klasse, acht schwere Kreuzer der Galaxy Klasse, neun Einheiten der Raumaufklärungsverbände und das Trägerschiff Dino II in das Krisengebiet entsandt.

Während hinter den Kulissen fieberhaft verhandelt wurde, schwebten etliche Zeigefinger über diversen Feuerknöpfen. Diese Krise, die den gesamten Quadranten bedrohte, dauerte insgesamt fünf Tage und erhielt den Codenamen „Wildfire“. Ironischerweise entspannte sich die Situation in dem Moment, in dem die Borg begannen, massive Verbände zusammenzuziehen und auf keine Funkrufe mehr reagierten.

Jetzt war allen Beteiligten - auch den Romulanern - klar, das sich dieser „Wirtschaftskrieg“ binnen Tagen, wenn nicht Stunden, in ein totales Desaster verwandeln würde, wenn nicht sofort eine Einigung erzielt würde. Noch bevor sich die Kräfte der Borg vollständig formiert hatten, wurde der klingonische Frachtkonvoi mitsamt den Gefangenen freigegeben und die Flottenverbände zogen sich - noch immer in höchster Alarmbereitschaft - in ihre Heimathäfen zurück. Daraufhin löste sich der Verband der Borg ebenfalls auf, die in diesem Stadium der neuen „Loyalität“ kein lohnendes Ziel für einen Angriff mehr sahen. Das einzig Gute an der „Wildfire“ Krise war jedoch die Erkenntnis das die Verhandlungen mit den Borg absolut am Anfang standen und keinerlei Garant für einen wie auch immer gearteten Frieden waren.




Es wurden erste Verhandlungen mit den Romulanern aufgenommen die das Ziel hatten, auch dieses Volk in die neugegründete Allianz mit einzubinden. Obwohl die erste Belastungsprobe nicht als Glanzleistung in die Geschichte eingehen wird, zeigte sich jedoch die Notwendigkeit eines solchen Bündnisses. Die Romulaner willigten ein, eine Delegation auf ein Schiff der Menschen und eine andere Delegation auf ein klingonisches Schiff zu entsenden. Die Menschen stellten für diesen „Exkurs“ die Highlander zur Verfügung, die Klingonen einen Zerstörer. Die anstehenden Verhandlungen mit den Romulanern über die Möglichkeit einer militärischen und/oder wirtschaftlichen Zusammenarbeit werden über Wohl oder Wehe der gesamten Population im gesamten Bereich der verschiedenen Reiche entscheiden. Denn beabsichtigt oder nicht - die Romulaner wurden durch die „unglückliche“ Konstellation zum vielzitierten „Zünglein an der Waage“.

Die Verhandlungen verliefen zwar nicht negativ, brachten aber auch nicht den erhofften Durchbruch. Zwischenzeitlich war es gelungen, einen vorsichtigen Kontakt zu den Borg herzustellen. So verbrachte der Raumschiffcaptain Robert T. Norad knapp drei Wochen in der Zentrale der Borg - Unicomplex - um auf dem Wege der direkten Verhandlung mit Delcara, der „Königin“ der Borg, eine Annäherung zu erreichen. Die Verhandlungen verliefen ebenfalls nicht genau im angedachten Rahmen, sondern trieben in eine bis dato nicht einkalkulierte Richtung. Delcara ließ sich von Captain Norad überzeugen, dass eine ständige Verbindung zwischen den Völkern notwendig sei, und akzeptierte dies unter der Bedingung, dass Norad fortan als Kontakter zwischen den Menschen und den Borg fungieren solle. Dies stieß bei der Besprechung des Unionsrates am 12. August 2377 auf heftige Kritik, da die meisten Deligierten der Ansicht waren, dass es zu gefährlich sei, die Repräsentanz der Menschheit auf eine einzige Person zu legen. Nämlich Captain Robert T. Norad. Der Kritik folgend war Norad bereit, diese Funktion an einen akkreditierten Diplomaten der Union abzugeben, was aber von den Borg kategorisch abgelehnt wurde.
Da sich ein Scheitern der Verhandlungen an diesem frühen Punkt verheerend auf die Gesamtverhandlungen ausgewirkt hätte, stimmte man dem Antrag zu. Dieses wiederum führte zu einem massiven Veto der Klingonen, die sich in der Frage der Repräsentanz benachteiligt fühlten. Da sich die Verhandlungen mit den Borg jedoch trotz des Zugeständnisses der Unionsführung sehr zäh anließen, geriet die Vereinbarung bezüglich eines gewissen Raumschiffcaptains und Delcara fast in Vergessenheit.




Bis zum 12. Februar 2378.

Zu diesem Zeitpunkt wurden die ersten Bauteile für einen völlig neuen Typ Raumschiff in der Unions-Experimental-Werft fertiggestellt. Die Technologie hatte sich dahingehend entwickelt, dass alle möglichen Komponenten bei gleicher und manchmal größerer Leistung um 70 - 90% verkleinert werden konnten. Diese Tatsache ermöglichte die ersten konkreten Pläne zum Bau eines Zerstörers, welcher erstens mit einem Bruchteil der üblicherweise benötigten Besatzungsstärke auskommen könnte und zweitens wesentlich kleiner sein würde als die bis dahin konstruierten Kriegsschiffe. Die Armageddon Klasse.

Man war konstruktiv gesehen an einem Punkt angelangt, an dem man zum ersten Mal Technologie der Borg integrieren wollte. Dieses sollte aber nicht im Geheimen geschehen, sondern mit der Genehmigung der Borg; mit der Genehmigung von Delcara selbst. Und an dieser Stelle erinnerte man sich an die Kontakte zwischen Delcara und Captain Norad.

Robert T. Norad und Salia 8, die offiziell zu einem Symposium über kybernetische Technologie gereist waren, trafen in Wahrheit gemeinsam mit einer Gruppe Konstrukteure der Armageddon Klasse, mit Delcara und einer Abordnung der Borg zusammen, um eben diese Situation zu diskutieren. Das Ergebnis sah so aus, dass den Menschen die Verwendung bestimmter Borgtechnologien genehmigt wurde, dafür aber im Gegenzug Zugeständnisse von Seiten der Union gemacht wurden.

Es wurde vertraglich festgelegt, dass das erste - das experimentelle - Schiff der neuen Armageddon Klasse mit Nanogelpacks und der Transwarptechnologie ausgestattet werden sollte. Dies aber nur unter der Bedingung,  dass vor Benutzung eines Transwarpkanals die Durchflugfreigabe durch die Borg zu erfolgen habe. Im Gegenzug wurde den Borg der freie Zugang zu diesem Schiff und die Einsichtnahme in alle Konstruktionspläne der Armageddon Klasse zugesichert. Außerdem wurde ein Nichtangriffspakt zwischen den Schiffen der Borg und den Schiffen der Armageddon Klasse geschlossen. Da es zu diesem Zeitpunkt nur ein einziges Schiff dieser neuen Klasse gab, machte man sich auf der Erde keine Gedanken über mögliche weitere Konsequenzen. Was sich später als fataler Fehler herausstellen sollte.

Das erste Schiff der Armageddon Klasse wurde in etwa zu dem Zeitpunkt fertiggestellt, als die Highlander und deren Besatzung mit dem von Dr. James Hurdel (zu dieser Zeit noch Chefarzt der Highlander) als „Andromeda“ bezeichneten Virus zu tun hatte und eine Katastrophe im letzten Moment verhindert werden konnte. Aus diesem Grund wurde beschlossen, das Kommando über den experimentellen Zerstörer Fleetcaptain Robert T. Norad zu übertragen. Die U.S.S. Highlander, NCC - 2404 A wurde für unbestimmte Zeit unter die direkte Kontrolle des Unionsrates gestellt und als Offiziersschulschiff eingesetzt. Im Angedenken an die zahlreichen Todesopfer, die die Andromeda-Krise gefordert hatte und um diese zu ehren, wurde der erste Zerstörer der Armageddon Klasse, der zunächst „Abraham Lincoln“ hätte heißen sollen, umbenannt. Dieser Prototyp trug von nun an die Bezeichnung Highlander NX - 07.



Nach mehreren kleinen und kleineren Unruheherden, die sich aus einer Mischung aus politischer Verdrossenheit und wirtschaftlichen Misserfolgen entwickelt hatten, kehrte nach und nach Ruhe im Gefüge der planetaren Verbindungen ein. Im Hintergrund waren aber bereits erste Schritte in Richtung einer globalen Liberalisierung eingeleitet worden. Genauer gesagt bei der Konferenz zur friedlichen Kooperation zwischen Forschung und Militär bei Erstkontakten und Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung im Rahmen interplanetarer Vereinbarungen und daraus resultierender Gesetzgebung am 07. Dezember 2377. Zu oft hatte die Anwesenheit einer rein miltärisch geführten Flotte den Unmut verschiedener anderer Völker und Staaten erregt. Obwohl schon seit vielen Jahren ein Zusammenschluss sämtlicher Staaten angestrebt worden war, blieb dieses Ziel auch im Jahre 2379 nur eine noble Vision. Zu unterschiedlich waren die Vorstellungen der einzelnen Volksgruppen hinsichtlich eines gemeinsamen Führungsstils.

Ein zu Beginn unterschätzter, aber nichtsdestotrotz wichtiger und letztendlich unüberwindbarer Punkt waren die verschiedenen Religionen. So tolerierte die eine Religion Arbeit und Beschäftigung an bestimmten Tagen, wogegen andere Religionen Arbeit an eben diesen Tagen als gebotswidrig und amoralisch ablehnte. Die eine Religion pflegte bestimmte Rituale als überlieferte und glaubenswichtige Tradition, während andere Glaubensrichtungen dies als fehlgeleitet und amoralisch betrachteten. Von daher wurde ein weiteres Zusammenrücken auf globaler Ebene nicht unbedingt durch politische Bedenken, als vielmehr durch religiös motivierte Querelen verhindert. Später sollte im Rahmen der Deep Core Explorer Mission eine bahnbrechende Entwicklung stattfinden, die bis zum heutigen Tag anhält. An Bord bestimmter Schiffe wurde ein Bordgeistlicher eingesetzt. Aber nicht nur auf eine bestimmte Religion beschränkt - im Stil einer Missionierung - sondern auf alle möglichen Religionen, die sich im Zuge der Bemannung der Schiffe zwangsläufig ergaben. Ebenfalls intensiviert wurde die Zusammenarbeit mit Beratern der Jedi.

Diese Berater hatten keine militärischen Ränge inne, waren aber wertvolle Ratgeber, die sich oftmals in vorbildlicher Weise mit den anwesenden Bordgeistlichen arrangierten und eine harmonische Zusammenarbeit verschiedener Konfessionen und Moralvorstellungen demonstrierten. Der erste akkreditierte Bordgeistliche an Bord eines Schiffes der Deep Core Explorer war sinnigerweise eine Frau. Damit sollte ein Zeichen gesetzt werden,  dass die Gleichberechtigung auch in Hinsicht der Religionsausübung durchaus ernst genommen wurde.
Der Zusammenschluss von UNO, NATO und - nach dreijähriger Warte- und Verhandlungszeit - dem Warschauer Pakt setzte zwar ein Zeichen (11. September 2217), konnte aber die anderen Mächte nicht dazu bewegen kompromisslos einzulenken. So war die politische Weltkarte zwar um einige Grenzlinien ärmer geworden, aber insgesamt waren die Fronten sehr unflexibel. Zwar bestand aufgrund internationaler Abkommen nicht mehr die Gefahr von kriegerischen Auseinandersetzungen, so dass die politische Uneinigkeit kein Problem war, aber in Fragen weltpolitischer Entscheidungen waren die Verhandlungen leider nur selten von Erfolg gekrönt. Zudem konnte die Bedrohung durch internationalen (und stellenweise sogar interplanetaren) Terrorismus nicht gelöst werden. Dieser Entwicklung wurde mit einer Etataufstockung einer seit vielen Jahrzehnten bekannten Organisation - der NASA - Rechnung getragen.
War die NASA seit langer Zeit vom Schatten der militärischen Raumfahrt verdeckt worden, so wurden jetzt die Hoffnung auf eben diese Organisation gesetzt.




Die NASA hatte seit jeher den guten Ruf, der Wissenschaft und der Erkundung zu dienen. Und zwar ohne Ansehen von Religionszugehörigkeit und/oder politischer Ausrichtung. Die NASA wurde als Träger einer neuen Art von Tiefenraumforschungsschiffen beim Abschluss der oben genannten Konferenz mit 4856 von 5500 Stimmen der Abgeordneten bestimmt. Also mit einer Stimmenmehrheit von 88,3%. Dementsprechend groß fiel auch die Aufstockung des Etats für das NASA Projekt aus, an dem letztendlich die Staaten der ehemaligen UNO, NATO und des Warschauer Paktes sowie Zypern, Guatemala, Indien und Teile der 2074 zerfallenen Volksrepublik China beteiligt waren. Andere Staaten folgten und diese Entwicklung wurde auch von Vertretern anderer Welten gutgeheißen, da die Erde längere Zeit als potentieller Krisenherd angesehen worden war. Nicht zuletzt durch die Verträge mit den Borg war das - zumindest scheinbare - Machtpotential der Menschen ein Faktor interplanetarer Besorgnis und Gegenstand diverser Sitzungen zum Thema interplanetarer Sicherheit geworden (Im Jahre 2376 wurde auf einer interplanetaren Konferenz unter dem Vorsitz der Vulkanier ein 344 Seiten starker Fragenkatalog verabschiedet und durch einen Diplomaten am 04. August 2376 dem Präsidenten der Union übergeben).
Das Projekt „NASA Deep Core Explorer“ bekam durch eine Reihe militärischer Fehlschläge unerwartete Rückendeckung und wurde mit Hochdruck vorangetrieben. So erlitt das Projekt „Experimenteller Zerstörer“ einen herben Rückschlag, als der Zerstörer NX-07 HIGHLANDER unter Gefechtsbedingungen schwere bis schwerste Mängel aufwies und in die Werft zurückbeordert wurde. Dadurch bekam die Gründung einer neuen Flotte von Tiefenraumforschungsschiffen sowohl politische als auch erhebliche finanzielle Unterstützung. Die politische Landschaft hatte sich nach Jahren der Rückschläge und unermüdlichen Strebens soweit beruhigt und begradigt dass das Ende der großen Militärraumfahrt eingeläutet war. Es gab zwar nach wie vor große Schlachtschiffe (Im Fall der Erde die Schiffe der Wallace Klasse) aber insgesamt wurde von nun an mehr Gewicht auf andere Werte gelegt. Aus einer Macht- und Gebietssicherung wurde nun die Erhaltung des Friedens und festgeschriebener Gesetze.
Die Besatzungen verdienter Schiffe wurde nun - durch einen großen Teil ziviler und militärischer Wissenschaftler verstärkt - auf die neuen Schiffe der NASA geschickt. Die Schiffe der NDCE. Aus nicht weiter bekannten - und auch nicht weiter diskutierten - Gründen wurde die Besatzung der NX-07 auf das Leitschiff versetzt, welches ebenfalls wieder den bekannten Namen HIGHLANDER tragen sollte. Die anderen Schiffe der NDCE trugen die ehrenwerten Namen INDEPENDENCE, GLORY, KENNEDY und FREEDOM. Damit wurde ein neues Zeitalter eingeläutet, welches mehr von friedlicher Zusammenarbeit als durch kriegerisches Gegeneinander geprägt sein sollte. Die Zeit war endlich gekommen, die Auseinandersetzungen in der eigenen Welt beizulegen um sich den größten aller Fragen zu widmen.
„Woher kommen wir? Und was erwartet uns da draußen...?“




Diese auf wissenschaftlicher und vor allem friedlicher Koexistenz basierende Zusammenarbeit währte jedoch nicht lange. Etwa vier Jahre später, im Jahre 2380 hatte sich eine vulkanische Splittergruppe zum ernstzunehmenden Machtfaktor entwickelt. Diese Entwicklung hatte schon ca. 15 Jahre zuvor begonnen, aber die von Teilen der Bevölkerung als „überliberal“ empfundene zentrale Regierung hatte der Okht‘medan Partei die Mitglieder geradezu in die Arme getrieben, als im Jahre 2378 ein Gesetz verabschiedet wurde, das nicht vulkanisch Geborenen Besitz- und Erbrechte zusprach.

Während dieses Gesetz auf allen möglichen Welten und Kulturen als positiv und wegweisend angesehen wurde - in den meisten Kulturen waren diese Besitz- und Erbrechte längst liberalisiert worden - stieß dieses Gesetz auf Vulkan selbst auf heftigsten Widerstand. Die besagte Okht‘medan Partei stellte daraufhin nach den folgenden Wahlen die absolute Mehrheit im Regierungsrat. Nichtvulkanische Investoren, Bewohner und Arbeiter wurden daraufhin unter scharfe Kontrolle gestellt. Besitztümer, die von nicht Vulkan Geborenen vererbt werden sollten, wurden vom Staat eingezogen.

In kürzester Zeit gab es große wirtschaftliche Probleme, denn Investoren von anderen Planeten zogen sich fast panikartig zurück und die vulkanische Wirtschaft geriet schnell in Schieflage. Interessanterweise gaben die meisten Vulkanier aber nicht ihrer eigenen Regierung die Schuld - es wäre ja unlogisch, eine unfähige Regierung gewählt zu haben... - sondern den Investoren und Konzernen, die sich aufgrund dieses Gesetzes zurückgezogen hatten. Der Vorwurf, die Investoren und Konzerne hätten von Beginn an vorgehabt, Vulkan als wirtschaftliche und politische Macht zu schwächen, wurde immer lauter.

Mit einem Mal sah sich nicht nur Vulkan vor einem Bürgerkrieg, sondern die gesamte Union vor einer Zerreißprobe. Denn interessanterweise waren es ausgerechnet die Klingonen, die in der vorherrschenden Regierung auf Vulkan eine Bedrohung ihrer eigenen wirtschaftlichen Interessen sahen. Das klingonische Reich hatte nicht unbedingt weiter expandiert, aber die durchaus kluge Politik einer neuen Generation von klingonischen Führern hatte für einen nie gekannten Wohlstand und eine Blüte von Kunst und Philosophie gesorgt. Und eben diese Werte waren durch die vulkanischen Bestimmungen und das neue Gesetz nicht nur gefährdet, sondern ernsthaft bedroht. Rohstoffe wie seltene Erze und Mineralien, die bei den Klingonen zur Weiterverarbeitung benötigt wurden, gingen urplötzlich zur Neige bzw, stiegen die Preise ins Unbezahlbare.




Die radikale vulkanische Regierung hatte den Export dieser Güter zu nicht vulkanischen Welten und Firmen verboten. Ein neuer vulkanischer Nationalstolz war erwacht und gefiel vielen Vulkaniern, die sich - gemäß ihrer eigenen Ideale von Logik und dem Weglassen von Gefühlen - ohnehin als die bessere Rasse gesehen hatten.

Während dieser Entwicklungen etablierte sich nahezu gleichzeitig in der benachbarten Andromeda Galaxie ein neuer Machtblock, der sich seit vielen Jahrzehnten immer wieder in Konflikten mit den Borg befunden hatte. Die Seleniten, eine insektoide Rasse, war selbst auf extreme Expansion ausgelegt und stieß so immer wieder mit den Borg zusammen. Rückblickend gesehen, war die Entwicklung in Andromeda doch ein entscheidender Faktor, der die Borg daran gehindert hatte, in der vor einigen Jahren stattfindenden Krise im Solsystem nicht zuzuschlagen. Nur war sich damals niemand darüber im Klaren und die Borg hatten kein Interesse daran, diese Konflikte öffentlich zu machen.

Die Seleniten waren ein an sich rationales Volk, welches eher an friedlicher Expansion interessiert war als an Kriegen, aber ging keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Die Seleniten - die G‘Kar - begannen, erste Brückenköpfe in Richtung der nächstgelegenen Galaxie zu errichten und zerstörten mehr oder weniger unabsichtlich romulanische Sateliten, die in weiten Umlaufbahnen die Telemetrie der romulanischen Flotte stützen sollten. Das romulanische Imperium sah sich unvermittelt in einen potentiellen Krieg verwickelt, der dann aber nicht stattfand. Die G‘kar waren vor etwa 200 Jahren einem klingonischen Kreuzer begegnet, die Mar‘kach, und waren tief beeindruckt, mit welcher Todesverachtung sich die Klingonen in die weit überlegenen Reihen der Seleniten warfen und - logischerweise - starben. Sinnigerweise aber trug dieses Gefecht zu Legenden bei, die sich entwickelt hatten und den Klingonen in den Facettenaugen der G‘kar den Status von übermächtigen Helden eingebracht hatten.

Es waren später eben die Klingonen, die auf der Suche nach Rohstoffquellen - die vulkanischen Quellen waren in unerreichbare Weite gerückt - in den Konflikt zwischen den G‘Kar und den Romulanern gerieten und aufgrund ihres Heldenstatus schnell zu Vermittlern wurden. Die Klingonen hatten sich im Lauf der Jahrhunderte in eine andere Richtung entwickelt. Zwar war der Militärapparat noch immer sehr groß, aber es hatten sich gänzlich andere Strömungen entwickelt, die den Klingonen in weiten Teilen der Galaxis Türen öffneten. Als Vermittler in einer solchen Krise waren sie noch nie tätig gewesen.

Und prompt nahm die Entwicklung abermals einen komplett neuen, unerwarteten Verlauf. Die Romulaner sahen sich durch die durch ehrlichen Respekt getragenen Beziehungen zwischen Klingonen und G‘Kar schon alleine geografisch gesehen in der Zange und begannen in aller Heimlichkeit Verhandlungen mit der neuen vulkanischen Regierung, die es nur als logisch ansah, neue Bündnisse zu prüfen. Denn trotz des Reichtums an Rohstoffen war Vulkan in Belangen der Landwirtschaft sehr wohl auf Importe angewiesen. Diese blieben aufgrund der Krise natürlich aus und so kam es im Dezember 2381 zur ersten historisch belegten Hungerkatastrophe auf Vulkan, in deren Verlauf etwa 200.000 Tote zu beklagen waren.




Die Erdregierung blieb in kritischer Distanz, denn dort befürchtete man das Entstehen einer neuen, unter Umständen extrem gefährlichen und unberechenbaren Koalition zwischen Vulkaniern und Romulanern. Denn die Romulaner waren die Ersten, die - ohne eine Gegenleistung zu fordern - Hilfsgüter auf Vulkan lieferte um ihre Solidarität zu bekunden. Im Zuge dieser Entwicklung rückten die Klingonen und die Menschen wieder enger zusammen und die Menschen entsandten, gestützt durch die Klingonen, die ersten Botschafter in Richtung Andromeda. Die Gespräche dort verliefen nicht negativ, aber es waren auch keinerlei positive Tendenzen erkennbar.

In Hinblick auf mögliche zukünftige Probleme beschlossen die klingonische und die irdische Regierung einen Beistandspakt, der im Fall jedweder unverschuldeten Kampfhandlung die andere Partei zur militärischen und - und das war tatsächlich neu - humanitären Unterstützung verpflichtete. Das war der Beginn einer beispiellosen Aufrüstung beider Mächte. Nur dass sich Klingonen und Menschen nicht durch gegenseitige Bedrohung hochrüsteten, sondern sich gemeinsam in neue militärische Konzepte vertieften. Das Ergebnis waren bei den Menschen die Schiffe der Leonidas Klasse, Zerstörer, die Los Angeles Klasse, große Trägerschiffe und die Akula Klasse. Extrem wendige und schnelle Aufklärer, die die letzten im Dienst befindlichen Schiffe der Constellation Klasse ersetzten. Die Klingonen zogen in exakt demselben Maß nach. Die neue Katatum Klasse, ebenfalls Zerstörer, die überdimensionierten Voch‘Tpa Trägereinheiten und - in diesem Fall gab es einen Unterschied - die Minentransporter der M‘ulvat Klasse. Der Vertrag von Alamo (er wurde tatsächlich auf dem Gelände des antiken irdischen Forts geschlossen) besagte, dass im Krisenfall klingonische Trägerschiffe von irdischen Akulas begleitet werden sollten und die Leonidas Einheiten mit den M‘ulvat Minenträgern der Klingonen arbeiten würden.

So waren der HIGHLANDER die Klingonenkreuzer Eymar und Mor‘Du als fester Verband zugeteilt. Die Seleniten hielten sich noch im Hintergrund. Die Vulkanier und die Romulaner näherten sich einander an und die Klingonen festigten ihre Beziehungen mit den Menschen.

Die politische Lage im Jahre 2388 war...unerfreulich.


Im August 2374 wurden von mehreren Großmächten die Verträge von Hadram-Uth unterzeichnet. Diese Verträge schrieben für alle unterzeichnenden Mächte - Klingonen, Ara, Vulkanier, Zygonen, Narn, Menschen, Romulaner und Zentauri - bestimmte Höchstgrenzen in den Beständen von Kriegsschiffen fest. Über Jahre hinweg wurde ein Punktesystem entwickelt, welches für alle Mächte gleichermassen das Volumen an Kriegsgerät verbindlich regeln sollte. So nahm ein Schlachtschiff mehr Punkte in Anspruch als ein Minenräumer, ein Zerstörer weniger als ein tragfähiger Flottentender. So simpel das Prinzip erschien, so erbittert war das Ringen um die Anzahl der zugestandenen Punkte - Strains genannt. Durch diesen Vertrag war Gleichheit geschaffen. Alle beteiligten Mächte waren sich einig darin, gegenüber den anderen Mächten benachteiligt worden zu sein.
Der Frieden von Hadram-Uth war ein sehr dünner, wenig tragfähiger Boden, aber er hatte zumindest alle Parteien an einen Tisch gebracht, was an sich schon an ein Wunder grenzte. Hadram-Uth zeigte allen Parteien, dass die Gefahr eines nuklearen Holocausts gebannt war. Denn jetzt drohte ein Vernichtungskrieg mit weitaus schlimmeren Waffen. Während die Geheimdienste aller Rassen und Völker mit mehr oder weniger Erfolg zu erkunden suchten, was die anderen Mächte planten, gelang den Menschen ein geschicktes Manöver. Die Schlachtschiffe der Wallace Klasse - vier Stück davon gab es - wurden ausser Dienst gestellt und offiziell zu Schulschiffen erklärt. Währenddessen wurde eine neue Klasse von schweren Kreuzern auf Kiel gelegt. Die Leonidas Klasse. Damit war das Potential an Flottenbeständen vollends ausgeschöpft.
Delegationen anderer Völker des Hadram-Uth Vertrags inspizierten die Wallace Schiffe und fanden laufenden Ausbildungsbetrieb vor. Dieser war aber nur der Deckmantel für weitreichende Umbauten und Erweiterungen an den Wallace Schiffen. Tatsächlich wurden die Wallace Schiffe mit Ringkernbeschleunigern und neuartigen Waffen bestückt. Damit schuf die Erdregierung vor den Augen der anderen Vertragspartner praktisch vier fliegende Massenvernichtungswaffen mit gewaltigem Zerstörungspotential. Die moralische Rechtfertigung war, dass man annahm, die anderen Mächte würden ähnlich verfahren. Als letztendlich klar wurde, dass sich die anderen Vetragspartner an die Bedingungen gehalten hatte, war das Kräftegleichgewicht empfindlich gestört. 
Im Hintergrund wurden alle diplomatischen Kanäle aktiviert um den Schaden zu begrenzen, aber durch die vier aktiven Schlachtschiffe der Wallace Klasse herrschte seitens der Union eine militärische Überlegenheit, die von den anderen Mächten zwar aufs höchste missbilligt, aber zwangsweise hingenommen wurde. Die Verträge von Hadram-Uth hielten.

Noch.