Die Vulkanischen Deligierten stellten von Anfang an klar das die Vulkanier in keine militärischen Aktionen verwickelt werden wollten, bevor der gesamte Status der Verbindung geklärt und durch Verträge ratifiziert sei. Die Klingonen empfanden dies als Vertragsbruch und Feigheit. Gleichzeitig nahmen die romulanischen Behörden mit der Regierung der Ferengi Kontakt auf um einen weiteren Keil in die im Entstehen befindliche Allianz zu treiben. Denn die Allianz war zwar auf dem Papier gültig, aber noch waren sich die Kulturen noch nicht so nahe gekommen als das eine solche Situation keine Spannungen erzeugt hätte.

Im gleichen Moment kamen die Verhandlungen mit den Borg fast zum Erliegen, denn mit Ausbruch der internen Querelen wurde auch die gesamte Verteidigungsfähigkeit der Bündnispartner geschwächt, und so war es für die Borg nur naheliegend, eine groß angelegte Assimilation aller beteiligten Parteien ins Auge zu fassen.

Nur diesem Umstand war es zu verdanken, dass in diesen Stunden kein Krieg ausbrach, der zweifelsohne nur Verlierer hervorgebracht hätte. Bei dieser Auseinandersetzung hätten sich Klingonen und Romulaner schwere Verluste zugefügt, die Vulkanier wären aus dem Bündnis ausgeschert, die Menschen wären wieder alleine und die Borg hätten es nur noch mit mehreren einzelnen Parteien zu tun, die einer Assimilation nichts oder nicht viel entgegenzusetzen hätten.

Am 04. Januar 2377 waren drei Kampfverbände der Klingonen mit je neun Schlachtschiffen, 14 Zerstörern, 12 Trägerschiffen und fünf schweren Kreuzern an der romulanischen Grenze auf Position. Als Reaktion wurden von der Raumflotte drei Schiffe der Wallace Klasse, acht schwere Kreuzer der Galaxy Klasse, neun Einheiten der Raumaufklärungsverbände und das Trägerschiff Dino II in das Krisengebiet entsandt.

Während hinter den Kulissen fieberhaft verhandelt wurde, schwebten etliche Zeigefinger über diversen Feuerknöpfen. Diese Krise, die den gesamten Quadranten bedrohte, dauerte insgesamt fünf Tage und erhielt den Codenamen „Wildfire“. Ironischerweise entspannte sich die Situation in dem Moment, in dem die Borg begannen, massive Verbände zusammenzuziehen und auf keine Funkrufe mehr reagierten.

Jetzt war allen Beteiligten - auch den Romulanern - klar, das sich dieser „Wirtschaftskrieg“ binnen Tagen, wenn nicht Stunden, in ein totales Desaster verwandeln würde, wenn nicht sofort eine Einigung erzielt würde. Noch bevor sich die Kräfte der Borg vollständig formiert hatten, wurde der klingonische Frachtkonvoi mitsamt den Gefangenen freigegeben und die Flottenverbände zogen sich - noch immer in höchster Alarmbereitschaft - in ihre Heimathäfen zurück. Daraufhin löste sich der Verband der Borg ebenfalls auf, die in diesem Stadium der neuen „Loyalität“ kein lohnendes Ziel für einen Angriff mehr sahen. Das einzig Gute an der „Wildfire“ Krise war jedoch die Erkenntnis das die Verhandlungen mit den Borg absolut am Anfang standen und keinerlei Garant für einen wie auch immer gearteten Frieden waren.